Über

Junk Rig Lab – das bin ich:

Paul Schnabel

Segeln hat mich schon fasziniert, als das Meer noch weit weg war und ich als kleiner Junge in Rheinhessen mit selbstgebastelten Asphaltseglern über die Dorfstraßen gebrettert bin. Seitdem lässt mich diese Leidenschaft nicht mehr los: vom Windsurfen in der Jugend über die ersten Bootsführerscheine und eine geschenkte, baufällige Jolle ging es weiter zum geselligen Vereinssegeln im Segelverein während des Studiums. Irgendwann wurde es Zeit für eine eigene Yacht: günstig, alt und aus Stahl (Avriel). Eine gute Gelegenheit für erste Einhand-, Pflege- und Reparaturerfahrungen. Aus Avriel wurde Scarlett, und aus Scarlett wurde Ilvy. Mit jedem Boot sind meine Erfahrungen gewachsen, und ich konnte immer besser einschätzen welche Eigenschaften ich mir für meine Yacht wünsche.

Beruflich bin ich Schiffbau- und Maschinenbau-Ingenieur. Neben vielen weiteren Themen finde ich insbesondere die Fluiddynamik spannend, also alles was fließt und strömt, egal ob Wasser oder Luft. Das Wissen und die Erfahrungen aus diesem Beruf und Studium ist für mich häufig auch beim Segeln äußerst hilfreich. Wenn ich mich mal wieder an ein eher ungewöhnliches Projekt wage, weil ich mit den konventionellen Möglichkeiten einfach nicht zufrieden bin (z.B. Raketenofen oder Junk Rig), dann bin ich dankbar für mein technisches Verständnis und dafür, dass ich keine zwei linken Hände habe.

Das Junk Rig hat mich auf meiner Schwedenreise dermaßen beeindruckt, dass ich dieses Thema weiter vorantreiben und entwickeln will. Die Liste mit Ideen ist lang, ich bin gespannt was daraus wird!

2019 startete ich eine spontane und sehr abenteuerliche Reise mit meiner zweiten Segelyacht Scarlett. Ziel war das warme Mittelmeer. Gelandet bin ich in einer einjährigen abenteuerlichen Fluss- und Kanalfahrt im Winter, mit vielen Überraschungen und einmaligen Erlebnissen. Alle Hoch und Tiefs könnt ihr hier nochmal mit mir durchleben.

In einer Verschnaufpause in meiner Wahlheimat Kiel kamen mir neue Ideen. Mittlerweile hatte ich Scarlett für ein kleineres Boot verkauft: Ilvy. Sie entsprach genau meinen Bedürfnissen, was mich jedoch nicht davon abhielt sie komplett umzubauen. Ich verwirklichte meinen lang gehegten Traum eines Junk Rigs und baute auch so ziemlich den gesamten Innenausbau dieser Maxi 77 um. Meine Philosophie dabei: simpel, funktional, ästhetisch und möglichst autark.

Mit Ilvy verbrachte ich 2024 fünf traumhafte Sommermonate in Schweden. Mein neues Boot und die erfolgreiche Umsetzung meiner Ideen brachten mir und meiner damaligen Freunding viel Spaß und Erfüllung. Diese Zeit war weniger abenteuerlich (im Vergleich zu der Reise mit Scarlett) dafür prall gefüllt mit Kreativität, Natur und Handwerk.

Wenn ich gerade nicht am Boot experimentiere, dann bastele ich an meiner Wohnung, dem Auto, irgendwelchen random Projekten oder genieße die Aussicht in den Wolkenhimmel. Ich habe immer eine Hand voll bunter Projekte im Kopf, die nicht selten ausufern, mich vieles lehren und am Ende meistens sehr stolz machen.

Wollt ihr aktuelle Geschichten mit Ilvy erleben oder mehr über das moderne Junk Rig erfahren? Dann folg mir doch auf @junkriglab (externer Link)!

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